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Samstag, 15.09.2018 (37. KW)
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150.000 Euro für ältestes Haus in Schwäbisch Gmünd

Patrizierhaus in Schwäbisch Gmünd
(v.l.n.r.): Sandra Böhringer, Untere Denkmalschutzbehörde Stadt Schwäbisch Gmünd / Gisela Lasartzyk, Leiterin Ortskuratorium Stuttgart Deutsche Stiftung Denkmalschutz / Julius Mihm, Baubürgermeister Schwäbisch Gmünd / Robert Dinser, Bauherr / Richard Arnold, Oberbürgermeister Schwäbisch Gmünd / Marion Caspers-Merk, Geschäftsführerin Staatliche Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg/ Bildrechte: STLG

Große Freude in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis): Dank 150.000 Euro aus Mitteln der Rentenlotterie GlücksSpirale kann die Sanierung des Patrizierhauses in der Imhofstraße 9 vorangetrieben werden. Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk überreichte am Dienstag 7. Februar 2017 gemeinsam mit Gisela Lasartzyk, Ortskuratorin Stuttgart der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), einen symbolischen Förderscheck an Robert Dinser von der Stiftung Heiligenbruck. Mit anwesend bei dem Termin war auch Oberbürgermeister Richard Arnold. In Baden-Württemberg fließen jährlich rund 28 Mio. Euro aus Lotteriemitteln in den Denkmalschutz, davon 3,1 Mio. aus der GlücksSpirale.

„Mit der Förderung durch die GlücksSpirale soll nach außen sichtbar werden, wohin die Mittel der Rentenlotterie über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fließen“, betonte Marion Caspers-Merk beim Besuch in Schwäbisch Gmünd. „Die GlücksSpirale-Mittel machen es den Stiftungen möglich, wertvolle Kulturdenkmale zu sichern und vor dem Verfall zu retten“, unterstrich die Geschäftsführerin von Lotto Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart.

Das Patrizierhaus in der Imhofstraße ist heute das älteste Haus der Ostalbstadt. Es wurde im Jahr 1288 errichtet und diente bis zur Vertreibung der in Schwäbisch Gmünd lebenden Juden um 1500 vermutlich als Synagoge. Später wurde es umgebaut und verändert. Im Erdgeschoss des dreistöckigen Steinhauses befindet sich eine durchgehende Halle. Im obersten Geschoss befand sich ursprünglich wohl ein großer vertäfelter Saal. Doch die mangelhafte Bauunterhaltung führte zu starken Schäden an dem Gebäude. So sind z. B. die Dächer undicht und infolgedessen die Dach- und Deckenkonstruktionen durch Feuchtigkeit geschwächt. Zudem ist das Innere des historischen Gebäudes verwahrlost und die Haustechnik veraltet. Seit 2014 befindet sich das Gebäude im Besitz eines privaten Eigentümers. Erste Notsicherungen wurden unternommen. Zukünftig soll das erste Obergeschoss, das Erdgeschoss und der Gewölbekeller eine öffentliche, kulturelle Nutzung erfahren. Zuvor muss als erster Bauabschnitt die statische Sicherung in Angriff genommen werden.

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