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50.000 Euro für Stadtmauersanierung in Villingen-Schwenningen

Stadtmauersanierung in Villingen-Schwenningen
(v.l.n.r.): Judith Platte ( Landesamt für Denkmalpflege), Manfred Stock (Lotto-Bezirksdirektor Schwarzwald-Hochrhein), Frank Rosenfelder vom Unternehmen Günter, Dr. Anita Auer (Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Ortskuratorium Villingen-Schwenningen)/ Bildrechte: STLG

Große Freude in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis): Mit 50.000 Euro aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale kann die Mauerwerksanierung im Bereich des Oberen Tors vorangetrieben werden. Lotto-Bezirksdirektor Manfred Stock überreichte am Dienstag (13. September) einen Förderscheck an den Ersten Bürgermeister Detlev Bührer. In Baden-Württemberg fließen jährlich knapp 28 Mio. Euro aus Lotteriemitteln in den Denkmalschutz, davon 2,9 Mio. aus der GlücksSpirale.

„Mit der Förderung durch die GlücksSpirale soll nach außen sichtbar werden, wohin die Mittel der Rentenlotterie über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fließen“, betonte Manfred Stock, Geschäftsführer der Lotto-Bezirksdirektion Schwarzwald-Hochrhein GmbH, beim Besuch der Kirche. Bürgermeister Detlev Bührer nahm den symbolischen Scheck für die Sanierung entgegen und bedankte sich für die Förderung aus Lotteriemitteln. Vor Ort war auch Dr. Anita Auer, Ortskuratorin Villingen-Schwenningen der DSD.

Die Stadtbefestigung von Villingen hat sich zu weiten Teilen erhalten. Jedoch war die ehemals innere Stadtmauer des 13. Jahrhunderts zur Entstehungszeit wesentlich höher ausgeführt. Während des Schweizerkrieges 1499 wurde die im Hochmittelalter erbaute Stadtmauer durch Rondelle und Torbastionen verstärkt. Ende des 17. Jahrhunderts baute man sie weiter aus, bis die Innenmauer zu Anfang des 18. Jahrhunderts in etwa dem heutigen Aussehen entsprach. Im 19. Jahrhundert wurden Teile der Stadtbefestigung abgerissen, so auch der äußere Wall mit Vortoren und Gräben. Weitere Verluste folgten im 20. Jahrhundert, als man die Stadtmauer an mehreren Stellen durch neue Bauwerke ersetzte.

Die Stadt unterhält das Bauwerk kontinuierlich im Rahmen der städtischen Haushaltsmöglichkeiten. Im Vorfeld der laufenden Maßnahmen wurde 2011 ein Restaurierungskonzept für die 1.200 Meter lange Stadtmauer erstellt. Durch die Förderung aus Mitteln der GlücksSpirale kann die Sanierung nun weiter vorangetrieben werden.

2015 stellte Lotto Baden-Württemberg darüber hinaus der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Denkmalstiftung Baden-Württemberg insgesamt 2,9 Mio. Euro aus Mitteln der GlücksSpirale zur Verfügung. „Die GlücksSpirale-Mittel machen es den Stiftungen möglich, wertvolle Kulturdenkmale zu sichern und vor dem Verfall zu retten. So werden die Gelder dort eingesetzt, wo sie den engagierten Bürgern im Land beim Erhalt unserer Kulturlandschaft helfen“, so Stock abschließend.

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