Gewinnzahlen
Samstag, 14.07.2018 (28. KW)
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20.000 Euro für die Tübinger Stiftskirche

Tübinger Stiftskirche
Eva Arnold-Schaller (Vorsitzende des Stiftskirchengemeinderates), Dieter Schweitzer (Vorsitzender des evangelischen Gesamtkirchengemeinderates Tübingen), Professor Dr. Dieter Planck (Ehrenmitglied des Kuratoriums der Denkmalstiftung Baden-Württemberg und Präsident des Landesdenkmalamtes a. D.), Pfarrerin Susanne Wolf, Hubert Gfrörer (Geschäftsführer Toto-Lotto Regionaldirektion Mitte GmbH), Anja Brodbeck-Holzinger (Restauratorin), Heike Zeller (Kirchenpflegerin) Sybille Arnold (Architektin) Sonja Behrens (Architektin und Projektleiterin)

Große Freude in Tübingen: Die Sicherung und Restaurierung des Epitaphs für Jakob Kotze kann auch dank 20.000 Euro aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale vorangetrieben werden. Das künstlerisch hochwertige Grabdenkmal befindet sich in der Vorhalle des evangelischen Gotteshauses. Lotto-Regionaldirektor Hubert Gfrörer überreichte am Dienstag (4. Juli) gemeinsam mit Prof. Dr. Dieter Planck, Mitglied im Kuratorium der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, einen symbolischen Förderscheck an Pfarrerin Susanne Wolf.

„Mit der Förderung durch die GlücksSpirale soll nach außen sichtbar werden, wohin die Mittel der Rentenlotterie über die Denkmalstiftung Baden-Württemberg fließen“, betonte Hubert Gfrörer, Geschäftsführer der Toto-Lotto Regionaldirektion Mitte GmbH mit Sitz in Schönaich, beim Besuch der Kirche am Holzmarkt. „Die GlücksSpirale-Mittel machen es den Stiftungen möglich, wertvolle Kulturdenkmale zu sichern und vor dem Verfall zu retten“, unterstrich er weiter.

Jakob Kotze, ein sächsischer Ritter, der im Alter von 16 Jahren in Tübingen starb, besuchte in seinen jungen Jahren bereits fünf Universitäten. Über die Grenzen Tübingens hinaus war Jakob Kotze für die Wissenschaft im Allgemeinen und die Religion im Besonderen von Bedeutung.

Seitlich der südwestlichen Türe der Tübinger Stiftskirche erinnert ein Gedächtnismal an den jungen Wissenschaftler. Es zeigt den jungen Jakob Kotze, wie er vor einem großen Kruzifix kniet und betet. Vater und Mutter des an Pocken Verstorbenen sind ebenfalls abgebildet. Geschaffen wurde es nur ein Jahr nach seinem Tod – 1607 – von dem bekannten Renaissance-Bildhauer Christoph Jelin. Um das Epitaph zu erhalten, müssen jetzt die Wandbefestigungen aus Eisen durch Edelstahlstücke ersetzt werden. Zudem ist es notwendig, Risse und Absprengungen zu restaurieren.

In Baden-Württemberg fließen jährlich rund 28 Millionen Euro aus Lotteriemitteln in den Denkmalschutz. Der Hauptanteil in Höhe von 24,9 Millionen Euro stammt aus dem Wettmittelfonds, den das Land aus den Reinerlösen der staatlichen Lotterien bildet. Damit wird unter anderem das Denkmalförderprogramm des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen finanziert. Aus der Rentenlotterie GlücksSpirale werden weitere Mittel bereitgestellt. 2016 beliefen sich diese auf rund 3,1 Millionen Euro für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Denkmalstiftung Baden-Württemberg.

Spielteilnahme ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen. Rat und Hilfe unter 0800 1372700 (kostenlos und anonym). Spielerschutz