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Einweihung des neuen Kehrrades im Besucherbergwerk 19-Lachter-Stollen in Wildemann

19-Lachter-Stollen
Foto: Annette Liebeskind (DSD)

Mithilfe von Spenden und Mittel der GlücksSpirale hat sich die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) in den beiden vergangenen Jahren an der Restaurierung und Sicherung der Radwelle und am Einbau des Kehrrads unter Verwendung der vorhandenen Welle beteiligt. Insgesamt 63.000 Euro wurden zur Verfügung gestellt, um den 19-Lachter-Stollen, der 2010 als Teil des Oberharzer Wasserregals zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt wurde, zu unterstützen.

Kehrrad 19-Lachter-Stollen

Am 17. Mai 2014 erfolgte die offizielle Einweihung des neuen Kehrrades im Besucherbergwerk 19-Lachter-Stollen. Der Stollen gehört zu den ältesten zugänglichen Anlagen des Oberharzer Bergbaus. Er wurde zwischen 1551 und 1690, anfangs allein mit Schlägel und Eisen, in den Berg getrieben. „Lachter“ ist ein im Bergbau bekanntes Längenmaß. Der Stollen lag 19 Clausthaler „Lachter“, also etwa 36 Meter unter dem auch 16-Lachter-Stollen genannten Glückswardstollen. Dieser befand sich 16 Lachter unter dem Hauptstollen des östlichen Zellerfelder Gangzuges, dem Frankenscharrn-Stollen. Der Stollen in Wildemann war ein Wasserlösungsstollen, der zur Ableitung der Wasser aus höher gelegenen Gruben diente. Wildemann wurde 1529 von Bergleuten gegründet und erhielt 1553 die Bergfreiheit. 1924 kam der dortige Bergbau zum Erliegen.

Heute ist im Stollen ein Besucherbergwerk eingerichtet. Der zugängliche Teil des Bergwerks zeigt die unterschiedlichen Abbau-, Förderungs- und Sicherungsmethoden, die über die Jahrhunderte angewendet wurden. Ein Verein führt im Jahr etwa 9.000 Besucher durch den Stollen und bietet zahlreiche Spezialführungen für Kinder und Jugendliche an.

Ein etwa 500 Meter langes Stück des Stollens – teilweise nur 1,40 Meter hoch – ist bis zum Schacht begehbar. Es öffnet sich am Ende eine mehr als 12 Meter hohe Radstube mit den Resten eines über 100 Jahre alten Kehrrades, das einen Durchmesser von 9 Meter und eine Breite von 2 Metern hat. Daneben führt ein über 260 Meter tiefer Blindschacht in die Tiefe. Beeindruckend ist, mit welch ursprünglichen Mitteln hier rund tausend Jahre lang Erz gefördert wurde und zu welch einem komplexen System sich der Bergbau entwickelt hat. Das verkörpert anschaulich das Kehrrad, das in sich eingefallen aus seinem Lager gerutscht war und nun nach seiner Wiederherstellung wieder eingeweiht werden kann.

Spielteilnahme ab 18 Jahren. Glücksspiel kann süchtig machen. Rat und Hilfe unter 0800 1372700 (kostenlos und anonym). Spielerschutz