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Samstag, 10.11.2018 (45. KW)
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Notwendige Sanierung des Dachstuhls der Marienkirche in Schönkirchen durch Fördervertrag abgesichert

Marienkirche Schönkirchen

An der Marienkirche in Schönkirchen im Landkreis Plön gibt es gerade im Dachbereich eine Menge zu tun. Die Kirchengemeinde rührt kräftig die Spendentrommeln und verkauft zahlreiche selbstgemachte Produkte, angefangen von selbstgemachtem Kuchen bis hin zur einmaligen Turmmarmelade. Nun beteiligt sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) an den dringenden Maßnahmen und stellt für die Sanierung des Dachstuhls gemeinsam mit der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa) 55.000 € zur Verfügung.

Den Fördervertrag überbrachte Winfried Rusch, DSD-Ortskurator Kiel und Umgebung, im Beisein von Florian Blömer von LOTTO Schleswig-Holstein an Pfarrer Jörg Suhr.

1294 wird Schönkirchen erstmals als Kirchenort genannt. Angesichts der frühgotischen Formen der Fenster und Türeinfassungen sowie des in den älteren Bereichen schichtweise aus Granitfindlingen errichteten Kirchenschiffs dürfte der bis heute erhaltene Bau der Marienkirche in seiner Grundstruktur der Zeit kurz vor 1300 zuzuordnen sein. Der längsrechteckige, flachgedeckte Saalbau ist typisch für die Frühgotik in Ostholstein. Die Fenster in den vier Achsen und ein breites Fenster im Osten sind spitzbogig. Backsteingewände rahmen die Fenster. 1619 baute man im Norden eine Gruft aus Backstein mit einem Stufengiebel und Kreuzrippengewölben an.

Die Kirchendachkonstruktion – ein liegender Stuhl mit Kehl- und Hahnenbalken – stammt von 1751. Ein Satteldach schließt den eingezogenen, quadratischen Westturm, der im 19. Jahrhundert in der Form des Vorgängerbaus neugebaut wurde. Dabei brach man die mittelalterliche Westwand und die westlichen Teile der Nord- und Südwand ab, um sie im Verband mit dem Turm wieder aufzumauern. Im Inneren finden sich Reste einer spätgotischen ornamentalen Ausmalung in einem als Innenblende noch erhaltenen Nordfenster. Prominentestes Ausstattungsstück ist der Schnitzaltar von 1653. Dieses zu den Hauptwerken des nordischen Knorpelbarock gehörige Kunstwerk stammt von H. Gudewerdt dem Jüngeren, sein Kernstück ist das bühnenartig angeordnete Abendmahl. Wertvolle Ausstellungsstücke sind auch die Holzkanzel von 1591, die Sakristeiloge von 1790, die Tür zur Gruft und die Gotländische Kalksteintraufe aus dem dritten Viertel des 14. Jahrhunderts.

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