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Samstag, 10.11.2018 (45. KW)
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Durch Salzwasser belastet - St. Nicolai in Wyk erhält einen Fördervertrag

St. Nicolai
Foto: Constanze Falke, DSD

Das Jahr beginnt gut für die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Nicolai auf Föhr. Anfang 2015 wurde Pastor Jörg M. Weißbach ein Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) über 20.000 Euro übergeben. Damit stehen weitere Mittel für die Instandsetzung des Mauerwerks der Ost- und Südfassade des Turmes zur Verfügung.

St. Nicolai ist nach St. Johannis in Nieblum und St. Laurentii in Süderende die jüngste mittelalterliche Kirche auf Föhr. 1240 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Der heutige Kirchenbau entstand im zweiten Drittel des 13. Jahrhunderts in spätromanischen und frühgotischen Formen. Den eindrucksvollen einschiffigen Backsteinbau deckt ein Satteldach aus Blei. An das eingezogene Chorquadrat schließt sich die halbrunde Apsis an, den Chorgiebel schmückt ein Treppenfries. Der ebenfalls bleigedeckte spät-gotische Westturm ist schmucklos. Der Turmschaft ist gespickt mit Mauer-ankern. Die Ausmalung der Gewölbe im Inneren stammt noch aus der Erbauungszeit. 1969/1970 stellte man sie anhand umfangreicher Reste wieder her. Die Architekturgliederung betonen schachbrettartige Muster und Blüten.

Der Turm weist schon seit Jahrhunderten immer wieder statische Pro-bleme auf. Starke Eingriffe in der Mitte des 19. Jahrhunderts führten dazu, dass die Westseite des Turmes aus einer rund ein Meter tiefen Verblen-dung besteht. Derzeit ist das Mauerwerk auf der Hauptwitterungsseite stark durch See- und Salzwasser belastet. Die Maueranker des Turms, die aus den Jahren 1663, 1740 und 1773 stammen, sind korrodiert. Zudem bröckelt das durch Wind und Salz zermürbte Ziegel-mauerwerk, so dass bereits Teile herabstürzten und Gefahr für die Verkehrssicherheit besteht. Nun sollen in einem ersten Bauabschnitt zunächst zwei Außenseiten des Turms instandgesetzt werden. Danach stehen die restlichen Seiten an sowie die Gesamtinstandsetzung des Bauwerks bis auf dessen Südseite, die bereits vor wenigen Jahren restauriert wurde - dabei wurden ausgebrochene Fugen mit Muschelkalk geschlossen und Steine ausgetauscht.

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